(La traduction en français: derrière le texte allemand)
Matthäus 11, 25-30 E/A, 2026-06-14, 4.Trinitatis 2026
„Ich traf einen jungen Mann: kerngesund, sportlich, modisch gekleidet, elegant, lässig, Sportwagen“. Fast beiläufig fragte ich, wie er sich fühle: Was für ’ne Frage, sagte er, beschissen! Ein wenig verlegen, fragte ich eine schwerbehinderte Frau in ihrem Rollstuhl, wie es ihr gehe: Gut, sagte sie, es geht mir gut. Da sieht man wieder, dachte ich bei mir, immer hat man mit den falschen Leuten Mitleid.“
Dieser Text von Lothar Zenetti, stellt die üblichen Erwartungen auf den Kopf. Wie ist es möglich, dass jemand, der ganz offensichtlich mit großen Einschränkungen zu leben hat, sagen kann, es gehe ihm gut, und ein anderer, der nach weltlichen Maßstäben auf der Sonnenseite des Lebens steht, antwortet, dass er sich hundsmiserabel fühle?
Im Predigttext liegt eine Antwort. Vielleicht hören wir eine Einladung. Ungewohnte Worte, die bewegen, Worte, denen Kraft innewohnt, Worte, die verändern. Worte, die Mut machen, neue Wege zu gehen und dabei etwas zu entdecken, etwas, das mich sagen lässt – trotz allem: Ja, es geht mir gut.
Wir hören Worte aus dem Matthäusevangelium: „Wort für den Tag“ weiterlesen
