CO-VID 19 Pandemie in Luxemburg

Pandemie in Luxembourg

Vor dem Hintergrund der sich veränderten Situation kommt das Konsistorium zu folgenden Beschlüssen:

  1.  Die Wiederaufnahme der Gottesdienste findet mit dem Gottesdienst an Pfingsten am 31. Mai 2020 statt und wird in der Tagespresse  und auf der Website der Kirche hiermit bekannt gegeben.
  2. Die Feier des Abendmahls wird bis auf Weiteres ausgesetzt.
  3. Das Sekretariat bleibt für den Publikumsverkehr bis auf weiteres geschlossen. Selbstverständlich werden Telefongespräche in den Öffnungszeiten von 09.15-12.00 Uhr entgegennommen.
  4. Haus- und Krankenbesuche bei nicht Corona-Infizierten werden auf Wunsch je nach Entscheidung der Patienten und der Leitung des Krankenhauses oder des Pflegeheims durchgeführt. Bei Corona-Infizierten entscheidet der Seelsorger.
  5. Hilfeleistungen, wie zum Beispiel Lebensmitteleinkäufe, Besorgungen in der Apotheke oder andere Hilfestellungen werden vom Pfarrer organisiert.
  6. Beerdigungen finden nur unter freiem Himmel bzw. in einer offenen Leichenhalle statt. Die Anzahl der Besucher legt der Gesetzgeber fest.
  7. Wir bieten im Laufe der Woche ein “geistliches Wort” und die Kurzfassung der Predigt unter „Wort für den Tag“ an, die auf die Situation eingehen und mit einem Gebet enden können.
  8. Bei allen Zusammenkünften gilt es die Desinfektionsmaßnahmen zu beachten, ebenso die Maskenpflicht und den Abstand von mindestens 2 Meter.

Mit diesen Maßnahmen hofft das Konsistorium dem Risiko der Ausbreitung der Pandemie entgegenzuwirken. Die betroffenen Kranken, sowie die Ärzteschaft und die Pflegekräfte schließt das Konsistorium in sein Gebet um Hilfe und Linderung ein.

Wort für den Tag

Chère lectrice, cher lecteur!
Le résumé en français suit la version allemande.

Predigt

Lukas 10,25-37

25 Und siehe, da stand ein Gesetzeslehrer auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? 26 Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? 27 Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst« (5. Mose 6,5; 3. Mose 19,18). 28 Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben. 29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster? 30 Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen. 31 Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinab zog; und als er ihn sah, ging er vorüber. 32 Desgleichen auch ein Levit: Als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber. 33 Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte es ihn; 34 und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. 35 Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme. 36 Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste geworden dem, der unter die Räuber gefallen war? 37 Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!

Gebet:
Gott öffne unser Herz und unsere Sinne für dein Wort. Amen

Liebe Gemeinde!

Die Geschichte vom barmherzigen Samariter kennt jede und jeder von uns, aus der Schule, dem kirchlichen Unterricht, aus eigenen Bibellesungen. Irgendwie gehört sie zu unserem christlichen Gedankengut, denn sie beinhaltet zentrale Fragen des Christentums. Sei es die Frage nach der Barmherzigkeit gegenüber unseren Mitmenschen und die Frage wem ich sie zukommen lasse, also „Wer ist mein Nächster?“ sowie die Frage danach, wie man das ewige Leben erlangen kann.

Wenn wir Jesus heute danach fragen könnten, würde er wahrscheinlich ähnlich erstaunt reagieren und uns vielleicht eine ähnliche Antwort geben wie damals dem Schriftgelehrten: „Was für Fragen, du kennst doch das Gesetz, du hast es studiert und betest zweimal täglich mit dem Glaubensbekenntnis, dem Schma Israel`,was steht im Gesetz geschrieben, was liest du?

Und die Antwort lautete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen und von ganzer Seele, von ganzen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst!“

Und es folgt die Aufforderung von Jesus: “Tu das, so wirst du leben!

Aber ein selbstbewusster Schriftgelehrter wird sich nicht so einfach zufrieden gegeben haben und noch weiter fragen: „Wer ist denn nun aber mein Nächster? Wer steht mir so nahe, dass ich ihm vor Gott zur Liebe verpflichtet bin? Wer gehört zum Kreis meiner Nächsten – meine Geschwister, meine Eltern oder auch ein anderer frommer Jude oder gar jeder Jude? Aber mein Nächster, das kann doch nicht jeder sein ? Ich kann doch nicht jedem zur Liebe verpflichtet sein! Oder Jesus, vielleicht meinst du das doch? „Wort für den Tag“ weiterlesen

Taufe und Konfirmation – Baptême et confirmation

Taufe bezeugt, dass unserem Glauben ein Akt Gottes vorangegangen ist. Unser Glaube ist Antwort auf dieses Handeln Gottes. Er wird daraus genährt. Taufe ist ein Zeichen des Engagements von Gott an uns und nicht von uns an Gott. Gott braucht nicht unsere Taufe um uns zu lieben aber unsere Taufe hilft uns an den uns liebenden Gott zu glauben.

Le baptême témoigne que notre foi est précédée par un acte de Dieu : notre foi n’est qu’une réponse à cet acte de Dieu, et elle en est nourrie. Le baptême, même celui d’adulte, est donc le signe d’un engagement de Dieu envers nous et non celui de notre engagement envers Dieu. Dieu n’a pas besoin de notre baptême pour nous aimer, mais notre baptême nous aide à croire que Dieu nous aime.

Wer darf zum Abendmahl?

Alle getauften Christen sind zum Abendmahl eingeladen unabhängig von ihrer Bildung, ihrer geistigen Fähigkeit oder Konfirmation. Die Kirche hat kein theologisch begründbares Recht, Getauften den Zugang zum Abendmahl zu verwehren.

Unsere Kirche hält an der Taufe als dem einzigen Zugang zum Abendmahl fest. Durch eine spätere Konfirmation bestätigt der Täufling die Zulassung zum Abendmahl. Das Konsistorium beschließt, Eltern und Erziehungsberechtigten anheim zu stellen, in welcher Form und wann ihre Kinder an der gemeindlichen Feier des Abendmahls teilnehmen dürfen.

Das Konsistorium empfiehlt, Kindern und Jugendlichen bei der Teilnahme an der Abendmahlsfeier keinen Wein sondern Traubensaft zu reichen.

Die Reformierten in Luxemburg

Das Großherzogtum Luxemburg mit seiner konstitutionellen Monarchie (Londoner Vertrag 1830) im deutsch-französisch-belgischen Grenzwinkel hat über 520.000 Einwohner, davon über 220.000 Ausländer. Da das Land von der Reformation kaum berührt wurde, ist die Bevölkerung mehrheitlich römisch-katholisch.

1982 hat der Staat eine Konvention mit der Protestantisch-Reformierten Kirche H.B. geschlossen. 1997 folgten die Verträge mit anderen Kirchen und der jüdischen Kultusgemeinde und über den Religionsunterricht mit dem Erzbistum.

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120 Joer protestantesch Kierch am Minett an 25 Joer reforméiert Selbstännegkeet

Im November 2007, zum 120jährigem Jubiläum ihres Bestehens, brachte unsere Kirche eine Festschrift heraus, die noch immer erhältlich ist. Diese ist im Sekretariat der Kirche (25,00 Euro/Exemplar) zu erwerben.

Anlass für diese Festschrift war das 25jährige Jubiläum der Selbständigkeit unserer Kirche, denn am 23. November 1982 trat zwischen dem Staat Luxemburg und unserer Kirche eine Konvention in Kraft, die unserer Kirche die Anerkennung durch den Staat gewährte.

2015 ist eine neue Konvention in Kraft getreten, das Buch (304 Seiten, Hardcover) bleibt jedoch weiterhin eine interessante Lektüre.

Aus dem Inhalt:

Grußwörter

Beiträge
Das Zweite Helvetische Bekenntnis
Zur Entwicklung der Protestantisch-Reformierten Kirche
Chronik seit den 90er Jahren
Die Rechtsstellung der Protestantisch-Reformierten Kirche
Be-gabte Gemeinde
“Lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist an des Glaubens Genossen!”
Was ist reformiert?

Lebensbilder reformierter Persönlichkeiten
Huldrych Zwingli
Martin Bucer
Heinrich Bullinger
Jean Calvin
Johannes a Lasco
Theodor Beza
Caspar Olevian
Paul Schneider
Karl Barth

Les réformés au Luxembourg

Le Grand-Duché de Luxembourg (L) avec sa monarchie constitutionnelle (selon le Traité de Londres  en 1830), situé entre la République Française au sud, la République Fédérale d’Allemagne à l’est et le Royaume de Belgique à l’ouest et au nord, a plus de 520.000 habitants parmi lesquels plus de 220.000 travailleurs immigrés. Comme la Réforme n’a guère pris racine sur le territoire, la population est en grande majorité catholique. En 1982 l’Etat signa une convention avec l’Eglise Protestante Réformée du Luxembourg. Les conventions avec les autres Eglises et la Communauté israëlite suivirent en 1997 ainsi que la convention au sujet de l’enseignement religieux avec l’Archevêché.

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